Andere Nebenforderungen

Im Feld "Mahnkosten" geben Sie die Kosten ein, die für das vorgerichtlich Mahnverfahren angefallen sind. Dazu gehören nicht die Kosten für diesen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids.

Im Feld "Auskünfte" geben Sie alle Kosten an, die für angeforderte Auskünfte (z.B. Einwohnermeldeamtsanfragen) entstanden sind.

Im Feld "Bankrücklastkosten" geben Sie alle entstandenen Rücklastkosten ein, die während des vorgerichtlichen Mahnverfahrens angefallen sind.

Im Feld "Inkassokosten" können Sie die Kosten eintragen, die bei Inanspruchnahme eines Inkassohauses angefallen sind.

Verzinsung von Nebenforderungen: Es kann die Verzinsung der einzelnen Nebenforderungsbeträge beantragt werden, falls ein solcher Zinsanspruch besteht.

Im Feld "Zinssatz" geben Sie den Zinssatz an, mit dem verzinst wird. Sie haben auch die Möglichkeit den Zinssatz variabel, abhängig vom Basiszinssatz, anzugeben. In diesem Fall wird der von Ihnen angegebene Zinssatz zum jeweiligen/aktuellen Basiszinssatz addiert. Geben Sie bitte den jährlichen Zinssatz an. Sollte eine abweichende Zinsvereinbarung getroffen sein, z.B. monatlich oder täglich, dann rechnen Sie den Zinssatz auf jährliche Verzinsung um. Geben Sie in den Feldern "vom" und "bis" den Zeitraum ein, in dem der Zinssatz gelten soll. Wenn Sie kein vom-Datum angeben, werden die Zinsen ab Zustellung des Mahnbescheids berechnet. Die Angabe eines bis-Datums ist nicht zwingend erforderlich.

Im Feld "Anwaltsvergütung für vorgerichtl. Tätigkeit" können Sie vorgerichtliche Anwaltsvergütungen eintragen, z.B. die Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 oder 2302 VV RVG in voller Höhe, also einschl. des auf die Verfahrensgebühr nach Nr. 3305 VV RVG anzurechnenden Teilbetrags (damit der anrechnungspflichtige Betrag vom Gericht von der Verfahrensgebühr abgezogen werden kann, muss dieser "Minderungsbetrag" unter "Auf die Verfahr.gebühr Nr. 3305 VV RVG ist anzurechnen:" angegeben werden, s. Erläuterungen unten).

Soweit das Feld "Gegenstandswert der vorgerichtl. Tätigkeit" angezeigt wird, können Sie bei Prozessvertretung durch Rechtsanwälte und Rechtsbeistände einen Gegenstandswert für die außergerichtliche Tätigkeit angeben, wenn dieser von dem Gegenstandswert ("Streitwert") abweicht, der in das gerichtliche Mahnverfahren übergeht, z.B. bei vorgerichtlicher Teilzahlung des Schuldners auf die Forderung.

Mit der Angabe im Feld "Vorgerichtl. Tätigkeit umfangreich/schwierig" versichern Sie den besonderen Umfang / die besondere Schwierigkeit der vorgerichtlichen Tätigkeit. Als Folge kann eine Geschäftsgebühr nach Nr 2300 VV RVG mit einem höheren Faktor als 1,3 (max 2,5, vgl. Vergütungsverzeichnis des RVG) geltend gemacht werden. Bitte beachten Sie, dass sich in diesem Fall auch der Faktor für die Berechnung des auf die Gebühr nach Nr. 3305 VV RVG anrechnungspflichtigen Betrags ("Minderungsbetrag") ändern kann (die Hälfte des Faktors der geltend gemachten Gebühr, max. 0,75, vgl. Vergütungsverzeichnis des RVG).

Im Feld "Auf die Verfahr.gebühr Nr. 3305 VV RVG ist anzurechnen:" ist der Betrag anzugeben, um den sich nach der Vorbemerkung 3 Abs. 4 zu Nr. 2300 / 2302 VV RVG die im Mahnverfahren nach Nr. 3305 VV RVG entstehende Verfahrensgebühr vermindert (= anrechnungspflichtiger Teil der Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 / 2302 VV RVG - ohne Auslagen und MWSt.).

Sonstige Nebenforderungen anlegen/bearbeiten: Durch Aufruf der Funktion können weitere, insbesondere durch den Verzug des Antragsgegners entstandene vorgerichtliche Kosten und ggf. deren Verzinsung angegeben werden, zum Beispiel:

Versandkosten 7,00

Kontoführungskosten 5,00

EMA-Anfrage 6,00